Ernährung nach Rasse

Bichon Frisé Futter: Was und wie viel sollte ein Bichon fressen?

Ein erwachsener Bichon Frisé braucht ein Alleinfuttermittel und eine Portion, die zu seinem tatsächlichen Gewicht passt: Bei einem Hund mit 5 kg, kastriert und mäßig aktiv, sind das etwa 236 kcal am Tag. Rassestandards und tiermedizinische Studien ergänzen drei Punkte, die genau diese Rasse betreffen: Die FCI nennt etwa 5 kg, der American Kennel Club 5,4 bis 8,2 kg; die Rasse gehört zu denen mit den meisten Harnsteinen, doch in einer großen kanadischen Datenbank bestanden beim Rüden fast 9 von 10 Steinen aus Calciumoxalat und bei der Hündin 2 von 3 aus Struvit, zwei Arten, die unterschiedlich behandelt werden; und in britischen Tierarztdaten ist sie die Rasse mit dem höchsten Risiko für das Cushing-Syndrom, das sich durch einen neuen, größeren Appetit bemerkbar machen kann.

Welches Futter braucht ein Bichon Frisé?

Ein Bichon Frisé braucht kein spezielles Rassefutter, sondern ein Alleinfuttermittel in der richtigen Menge für sein Gewicht. Keine Studie zeigt, dass Trocken-, Nass- oder gekochtes Futter für diese Rasse besser geeignet ist. Was den Bichon besonders macht, ist der zeitliche Verlauf: Er ist ein langlebiger Hund, laut American Kennel Club mit einer Lebenserwartung von 14 bis 15 Jahren, und zwei seiner Schwachstellen, die mit dem Napf zu tun haben, Oxalatsteine und das Cushing-Syndrom, zeigen sich vor allem in der zweiten Lebenshälfte.

In einer großen amerikanischen Harnstein-Datenbank trat der erste Calciumoxalatstein beim Bichon im Schnitt mit etwa 9 Jahren auf. Das Cushing-Syndrom, für das der Bichon in britischen Tierarztdaten die Rasse mit dem höchsten Risiko ist, wurde im Median mit fast 11 Jahren diagnostiziert (ein Wert für alle Hunde der Studie). Die Futterwahl ist beim Bichon deshalb keine Entscheidung, die man einmal im Welpenalter trifft: Es lohnt sich, sie im Lauf der Jahre mit deinem Tierarzt zu überprüfen, vor allem wenn sich Durst, Appetit oder das Urinieren verändern.

Wie schwer wird ein Bichon Frisé? Standard und Wirklichkeit

Der FCI-Standard (Nr. 215) beschreibt einen Hund mit 25 bis 29 cm Widerristhöhe, mit einer Toleranz von 1 cm mehr bei Rüden und 2 cm weniger bei Hündinnen, und einem Gewicht von etwa 5 kg, „im Verhältnis zur Größe“. Das Rasseprofil des American Kennel Club ist großzügiger: 12 bis 18 lb (US-Pfund), also etwa 5,4 bis 8,2 kg. Ein Bichon mit 7 kg ist also nicht unbedingt zu dick; er kann einfach ein größerer Hund sein.

Bei dieser Rasse täuscht das Auge allerdings leichter als bei anderen. Das dichte, lockige Fell, oft rund geschoren, verdeckt Rippen und Taille: Ein übergewichtiger Bichon wirkt vielleicht nur „gut frisiert“, und ein zu dünner fällt womöglich gar nicht auf. Die Körperkondition prüfst du mit den Händen: Die Rippen sollten sich unter dem Fell leicht ertasten lassen, nur von einer dünnen Fettschicht bedeckt, und von oben betrachtet sollte eine Taille zu erahnen sein. Auf der 9-Punkte-Skala der WSAVA ist 4-5 ideal. Wiege deinen Bichon außerdem einmal im Monat: Bei einem Hund mit 5 kg ist ein halbes Kilo 10 % des Körpergewichts, und bei einem älteren Bichon ist eine plötzliche Gewichtsveränderung eine Frage an den Tierarzt wert, wie wir weiter unten erklären.

Harnsteine beim Bichon Frisé: Warum unterscheiden sich Rüden und Hündinnen?

Harnsteine gehören zu den am besten belegten Daten über die Rasse. Das Canadian Veterinary Urolith Centre hat zwischen 1998 und 2008 40.637 Blasensteine von Hunden analysiert: Der Bichon Frisé war nach Shih Tzu und Zwergschnauzer die dritthäufigste Rasse, und wie diese gehörte er zu den überrepräsentierten kleinen Rassen. Das auffälligste Detail ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern. Bei Rüden bestanden 1.393 von 1.561 Steinen aus Calciumoxalat, fast 9 von 10; bei Hündinnen waren 2.025 von 3.066 Struvitsteine, etwa 2 von 3.

Andere Datenbanken zeichnen dasselbe Bild. In den USA gehörte der Bichon unter 124.285 Calciumoxalatsteinen, die das Minnesota Urolith Center zwischen 2010 und 2015 analysierte, zu den 12 Rassen mit hohem Risiko, mit einer fast 5-mal höheren Wahrscheinlichkeit als Hunde ohne Harnwegserkrankung, die in der Tierklinik der University of Minnesota vorgestellt wurden. Beim Bichon trat der erste Stein im Schnitt mit 9 Jahren auf, und für Rassen mit hohem Risiko empfehlen die Autoren ab 5 bis 6 Jahren eine jährliche Kontrolle mit bildgebenden Verfahren, bevorzugt ein Röntgenbild. Auch in Europa zeigt sich das Signal: Unter 1.162 Steinen, die zwischen 2010 und 2020 in Irland und Nordirland analysiert wurden, war ein Stein vom Bichon mit 1,7-mal höherer Wahrscheinlichkeit ein Calciumoxalatstein als die Steine der übrigen erfassten Rassen. Und es gibt eine ermutigende Nachricht: In den Daten der University of California, Davis (2006 bis 2018) lag das Oxalat-Risiko des Bichons unter den Hunden mit analysierten Steinen beim 1,4-Fachen des Risikos von Mischlingen, niedriger als dasselbe Labor früher festgestellt hatte; die Autoren vermuten, dass Züchter und Tierärzte aufmerksamer geworden sind.

Struvit oder Oxalat: Warum hängt das richtige Futter vom Stein ab?

Diese Unterscheidung ist beim Bichon wichtiger als bei den meisten Rassen, weil beide Steinarten in derselben Rasse häufig vorkommen und unterschiedlich angegangen werden. In den kanadischen Daten machte schon das Geschlecht des Hundes eine Steinart viel wahrscheinlicher als die andere, aber welche es ist, zeigt dem Tierarzt nur die Analyse des Steins. Laut den Konsensempfehlungen des American College of Veterinary Internal Medicine (ACVIM):

  • Struvitsteine: Beim Hund entstehen sie meist infolge einer Harnwegsinfektion mit Bakterien, die Urease bilden, etwa Staphylokokken. Sie lassen sich mit einem speziellen Diätfuttermittel auflösen, zusammen mit der Behandlung der Infektion und ohne Operation. Damit sie nicht wiederkommen, geht es zuerst darum, die Infektion zu beseitigen; das Futter kommt an zweiter Stelle.
  • Calciumoxalatsteine: Sie lassen sich mit Futter nicht auflösen. Wenn sie herausmüssen, werden sie entfernt, oft mit minimalinvasiven Verfahren. Danach empfiehlt der Konsens, um Rückfälle zu begrenzen, einen verdünnteren Urin, den Urin nicht anzusäuern und Futter mit übermäßig viel Protein zu meiden.

Anders gesagt: Die harnansäuernden Diäten, die bei Struvit helfen, sind genau die, von denen das ACVIM bei Oxalatsteinen abrät. Deshalb ergibt es wenig Sinn, für einen Bichon auf eigene Faust ein „Harnwegsfutter“ auszuwählen: Zuerst muss der Stein analysiert werden, dann wählt dein Tierarzt das Futter, oft ein Diätfuttermittel. Und wenn dein Bichon schon Steine hatte, frag ihn, bevor du irgendetwas im Napf änderst, Leckerlis eingeschlossen.

Dein Bichon hat ständig Hunger? Wenn es nicht an der Portion liegt

Wenn ein älterer Bichon plötzlich ständig nach Futter bettelt, lohnt es sich, an das Cushing-Syndrom (Hyperadrenokortizismus) zu denken, einen Überschuss an körpereigenem Cortisol, bevor du die Portionen änderst. In einer Studie, die auf den Patientenakten von 905.544 Hunden in britischen Tierarztpraxen im Jahr 2016 beruht (VetCompass-Programm des Royal Veterinary College), war der Bichon Frisé die Rasse mit dem höchsten Risiko überhaupt: eine 6,2-mal höhere Wahrscheinlichkeit als bei Mischlingen. Bichons machten 1,4 % der Hunde ohne die Erkrankung aus, aber 6,7 % der neuen Fälle, und im Lauf des Jahres hatte etwa 1 von 100 Bichons die Diagnose. Eine frühere Studie desselben Programms mit 210.824 Hunden hatte ein 6,5-fach höheres Risiko gefunden: andere Jahre, dasselbe Ergebnis.

Die Verbindung zum Napf ist direkt. Zu den typischen Anzeichen gehören gesteigerter Appetit, mehr Trinken und Urinieren, ein Hängebauch, Hecheln und dünner werdendes Fell, meist bei Hunden zwischen 7 und 12 Jahren. Die britischen Autoren weisen darauf hin, dass zu viel Cortisol den Appetit anregt; in ihren Daten erhielten Hunde, die schwerer als der Durchschnitt ihrer Rasse waren, häufiger die Diagnose, wobei die Gewichtszunahme auch eine Folge des Syndroms statt einer Ursache sein kann. Sie weisen außerdem darauf hin, dass das Cushing-Syndrom mit einem höheren Risiko für Harnsteine verbunden ist, die andere Schwachstelle der Rasse.

Was das praktisch heißt: Wenn dein Bichon etwa ab 7 bis 8 Jahren mit neuer Gier frisst, deutlich mehr trinkt oder einen Bauch bekommt, dann verkleinere oder vergrößere nicht einfach die Portionen. Notiere, wie viel Wasser er an einem Tag trinkt und was er wiegt, und sprich mit deinem Tierarzt: Für die Diagnose braucht es spezielle Hormontests.

Unsere Rezepte für einen Bichon: eine Fleischsorte, alle Zutaten deklariert

Jedes Rezept von Pappa Fresh enthält eine einzige Fleischsorte und nennt auf dem Etikett den Anteil jeder Zutat: Fragt dein Tierarzt, was dein Bichon genau frisst, hast du eine präzise Antwort.

  • Rind 52 %, mit Karotten, Haferflocken und Zucchini (136 kcal pro 100 g)
  • Huhn 59 % und Hühnerherz 9 %, mit Karotten, Apfel und Reis (114 kcal)
  • Pute 67 %, mit Zucchini und Karotten, getreidefrei (110 kcal)
  • Pferd 60 %, mit Karotten, Kartoffeln, Apfel und Zucchini (110 kcal)
  • Schwein 58 %, mit Karotten, Reis und Apfel (112 kcal)

Sie werden im Beutel gegart und halten sich bis zum Öffnen außerhalb des Kühlschranks; geöffnet kommen sie in den Kühlschrank und sollten innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden. Für einen Bichon mit 5 kg reicht ein 400-g-Beutel im Komplett-Plan etwa 1,9 Tage, er ist also rechtzeitig aufgebraucht. Mit dem Mix-Plan (die halbe Ration, zusammen mit seinem Trockenfutter) würde derselbe Beutel doppelt so lange reichen und die 2-3 Tage nach dem Öffnen überschreiten: Für einen Hund dieser Größe ist der Komplett-Plan die praktischste Wahl. Den Topper mit einer Viertelration bieten wir nicht an, weil er keine 10 Beutel pro Zyklus erreichen würde. Pute ist Geflügel: Wenn dein Hund auf Huhn reagiert hat, frag deinen Tierarzt, bevor du sie ausprobierst. Und wenn dein Tierarzt ein Diätfuttermittel verordnet hat, frag ihn immer, bevor du dem Napf etwas hinzufügst.

Wie viel Futter braucht ein Bichon Frisé am Tag?

Ein erwachsener Bichon Frisé mit 5 kg, kastriert und mäßig aktiv, braucht etwa 236 kcal am Tag: Mit unserem Huhn-Rezept sind das etwa 207 g, mit dem energiereicheren Rind 174 g. Ein unkastrierter Bichon verbraucht mehr, etwa 296 kcal (260 g Huhn). Die Tabelle reicht von 4 kg bis 6 kg, rund um die 5 kg des FCI-Standards. Wiegt dein Bichon mehr und ist trotzdem schlank, was der amerikanische Gewichtsbereich zulässt, berechnet das Quiz die Portion nach seinem tatsächlichen Gewicht; hat er ein paar hundert Gramm zu viel, berücksichtigt das Quiz auch die Körperkondition.

Verglichen mit der Fütterungsempfehlung auf einem Trockenfuttersack wirken die Gramm hoch, aber das liegt am Wasser: Trockenfutter hat etwa 350-400 kcal pro 100 g, unsere Rezepte 110-136, daher wiegen dieselben Kalorien als Nassfutter etwa dreimal so viel. Die allgemeine Logik der Portionen erklärt unser Ratgeber Wie viel sollte ein Hund fressen?

Schätzung für einen erwachsenen Bichon Frisé, mäßige Aktivität, Idealgewicht
GewichtBedarf (kcal/Tag)
kastriert / unkastriert
Gramm pro Tag
kastriert / unkastriert
Komplett-PlanMix (½)
4 kg200 / 250175 g / 219 g€3,18/Tag€1,60/Tag
5 kg236 / 296207 g / 260 g€3,76/Tag€1,89/Tag
6 kg271 / 339238 g / 297 g€4,41/Tag€2,16/Tag

Gramm auf Basis des Huhn-Rezepts (114 kcal/100 g); mit Rind, das energiereicher ist (136 kcal/100 g), braucht es etwa 16 % weniger. Preise für einen kastrierten Hund.

Die Zahlen sind mit derselben Methode berechnet wie unser Quiz (FEM×K: Erhaltungsbedarf, angepasst an Rasse, Aktivität, Kastration und Körperkondition). Es ist eine Schätzung: Den genauen Plan für deinen Hund liefert das Quiz, und bei gesundheitlichen Fragen sprich mit deinem Tierarzt.

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Häufige Fragen

Bichon Frisé Futtermenge: Wie viel Gramm am Tag?

Ein erwachsener Bichon Frisé mit 5 kg, kastriert und mäßig aktiv, braucht etwa 236 kcal am Tag, also etwa 207 g unseres Huhn-Rezepts; mit 6 kg sind es etwa 271 kcal oder 238 g (297 g, wenn er nicht kastriert ist). Bei Trockenfutter rechnest du diese Kalorien mit dem Energiegehalt pro 100 g auf der Packung in Gramm um. Das sind Schätzungen: Die richtige Portion hängt auch von der Körperkondition ab, die du beim Bichon mit den Händen unter dem Fell prüfst.

Wie schwer ist ein Bichon-Frisé-Rüde?

Weder der FCI-Standard noch der American Kennel Club nennen ein eigenes Gewicht für Rüden. Die FCI gibt etwa 5 kg bei 25 bis 29 cm Widerristhöhe an und erlaubt Rüden 1 cm mehr; der AKC nennt 12 bis 18 lb (US-Pfund), also etwa 5,4 bis 8,2 kg. Wichtiger als die Zahl ist die Körperkondition: Rippen unter dem Fell leicht zu ertasten und eine erkennbare Taille, also 4-5 auf der 9-Punkte-Skala der WSAVA.

Neigt der Bichon Frisé zu Harnsteinen?

Ja: Er gehört in den Harnstein-Datenbanken Kanadas, der USA und Irlands zu den am stärksten vertretenen Rassen. In einer großen kanadischen Datenbank überwogen bei Rüden Calciumoxalatsteine bei Weitem, bei Hündinnen Struvitsteine, die beim Hund meist auf eine Harnwegsinfektion folgen. Die Art wird durch die Analyse des Steins bestimmt, und davon hängt das Futter ab, das dein Tierarzt auswählt.

Welche typischen Krankheiten des Bichon Frisé haben mit dem Futter zu tun?

Am besten belegt sind Harnsteine und das Cushing-Syndrom, für das der Bichon in britischen Tierarztdaten die Rasse mit dem höchsten Risiko ist; Cushing fällt oft gerade durch mehr Hunger und Durst auf. In denselben britischen Daten hatten Bichons außerdem eine etwa 1,7-mal höhere Wahrscheinlichkeit für Parodontalerkrankungen als Mischlinge: Frag deinen Tierarzt, wie du die Maulhygiene am besten angehst.

Ist der Bichon Frisé allergisch gegen Huhn?

Wir haben keine Studie gefunden, die zeigt, dass Bichons häufiger auf Huhn reagieren als andere Rassen. Bei Hunden mit nachgewiesenen Futtermittelreaktionen sind die häufigsten Allergene Rind und Milchprodukte, gefolgt von Huhn und Weizen. Ob ein Hund auf ein Futtermittel reagiert, zeigt nur eine Ausschlussdiät, die der Tierarzt einleitet und die mindestens 8 Wochen dauert.

Nassfutter oder Trockenfutter: Welches Futter ist das beste für einen Bichon Frisé?

Keine Studie zeigt, dass eine Futterform für diese Rasse besser ist: Entscheidend sind ein Alleinfuttermittel und die richtige Portion. Nassfutter enthält viel mehr Wasser, deshalb ist die Portion in Gramm bei gleichen Kalorien etwa dreimal so groß wie bei Trockenfutter. Hat dein Tierarzt ein Diätfuttermittel verordnet, halte dich an seine Empfehlung.

Quellen

Redaktion Pappa Fresh

Geschrieben von der Redaktion von Pappa Fresh auf Grundlage veröffentlichter tiermedizinischer Studien (siehe Quellen). Ersetzt nicht den Rat deines Tierarztes.

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