Ein erwachsener Cavalier King Charles Spaniel braucht ein Alleinfuttermittel und eine Portion, die zu seinem Gewicht passt: Bei 7 kg, kastriert und mäßig aktiv, sind das etwa 304 kcal am Tag. Tiermedizinische Studien zur Rasse zeigen drei Stellen, an denen der Napf wirklich zählt: das Gewicht, weil Cavaliere häufiger als übergewichtig erfasst werden als andere Hunde; das Herz, bei dem ein spezielles Futter erst nötig ist, wenn der Tierarzt es empfiehlt; und die Bauchspeicheldrüse, eine weniger bekannte Schwachstelle der Rasse, die oft spät auffällt.
Ein Alleinfuttermittel für erwachsene Hunde in der richtigen Menge für sein Idealgewicht: Mehr braucht ein gesunder Cavalier nicht, und keine Studie hat eine Futterform oder Zutat gefunden, die für diese Rasse besser wäre. Die Entscheidungen, die beim Cavalier wirklich zählen, fallen rund um den Napf: wie viele Leckerlis, worin du Tabletten versteckst, ob etwas vom Tisch abfällt. Den Grund zeigen seine Tierarztakten.
Einen genauen Blick auf Cavaliere im Praxisalltag liefert VetCompass, das für das Royal Veterinary College die anonymisierten Patientenakten britischer Haustierarztpraxen auswertet. Unter den 1.749 Cavalieren mit klinischen Daten in einer Studie von 2015 war ein Herzgeräusch der häufigste Befund (30,9 %), gefolgt von Durchfall (11,0 %); Magen-Darm-Probleme insgesamt betrafen etwa jeden fünften Cavalier. In einer zweiten VetCompass-Studie hatte der Cavalier ein 47-mal höheres Risiko als ein Mischling, die Diagnose Mitralklappenerkrankung zu bekommen, und stellte allein etwa ein Drittel aller Hunde mit dieser Diagnose. Keines dieser Probleme lässt sich mit Futter lösen, aber Herz und Darm bestimmen mit, worauf es beim Füttern ankommt.
Der FCI-Rassestandard nennt 5,4 bis 8 kg, dieselbe Spanne für Rüden und Hündinnen, und ergänzt, dass ein kleiner, ausgewogener Hund, der bequem innerhalb dieser Grenzen liegt, wünschenswert ist. In britischen Praxen sieht es anders aus: Das mediane Gewicht erwachsener Hunde, die als Cavalier erfasst waren, lag bei 10,5 kg, mit Werten von 2,8 bis 27,3 kg. Vorsicht bei dieser Zahl: Nur 3,9 % der als Cavalier erfassten Hunde waren nachweislich beim Kennel Club eingetragen, und ein „Cavalier“ mit 27 kg ist kaum reinrassig. Eines zeigt sie aber: Die Zahl auf der Waage allein sagt dir nicht, ob dein Cavalier in Form ist.
Und die Form zählt, denn Cavaliere sind häufiger übergewichtig als viele andere Hunde. In einer VetCompass-Studie mit 22.333 Hunden war bei 11 % der Cavaliere (48 von 435) Übergewicht vermerkt, gegenüber 7,1 % aller Hunde; unter Berücksichtigung von Alter, Kastration und weiteren Faktoren hatten Cavaliere ein 1,5-mal höheres Risiko als Mischlinge, übergewichtig zu sein, und gehörten zu den acht Rassen der Auswertung mit erhöhtem Risiko. Prüfe deshalb lieber die Rippen mit den Händen, statt dich nur auf die Waage zu verlassen: Auf der 9-Punkte-Skala der WSAVA für die Körperkondition gilt 4 bis 5 als ideal, die Rippen lassen sich unter einer dünnen Fettschicht leicht ertasten und von oben ist eine Taille zu erkennen.
Das ist die Frage, die sich fast jeder Cavalier-Halter stellt, und die Antwort überrascht viele: nicht, solange der Tierarzt es nicht empfiehlt. Die 2019 veröffentlichten Leitlinien des ACVIM, des amerikanischen Fachkollegiums für Innere Veterinärmedizin, nennen den Cavalier als Beispiel für eine Rasse mit hohem Risiko: Ohne Herzgeräusch ist er im Stadium A, und für diese Hunde empfehlen sie weder Medikamente noch eine spezielle Diät, nur ein jährliches Abhören des Herzens beim Tierarzt. Ist ein Herzgeräusch da, das Herz aber noch nicht deutlich vergrößert (Stadium B1), empfehlen sie ebenfalls weder Medikamente noch Diät, sondern eine erneute Herzuntersuchung per Ultraschall (oder Röntgen) nach 6 bis 12 Monaten.
Die Ernährung kommt erst später ins Spiel, immer auf tierärztlichen Rat:
Zwei Studien erklären, warum man Salz nicht nach Gefühl streicht. In einer Studie der Tufts University mit 82 herzkranken Hunden bekamen 92 % Leckerlis oder Essen vom Tisch, im Median stammte ein Viertel des täglichen Natriums aus diesen Extras, und 57 % der Halter, die Tabletten gaben, versteckten sie in Futter oder Lebensmitteln. Bei 29 Hunden mit beginnender Klappenerkrankung ohne Symptome waren Aldosteron und Herzfrequenz nach vier Wochen natriumarmem Futter dagegen signifikant gestiegen: Eine Einschränkung legt man mit dem Tierarzt fest, passend zum Stadium. Praktisch heißt das, wenn dein Cavalier eine Herzdiagnose hat: kein Käse, Schinken oder Würstchen für Tabletten, ohne mit dem Tierarzt gesprochen zu haben, und wenn er abnimmt, gehört er in die Praxis, nicht auf Diät.
Durchfall war in den VetCompass-Daten der zweithäufigste Befund beim Cavalier. Die Autoren vermuten, dass ein großer Teil davon nicht erbliche Ursachen hat, etwa Unpassendes gefressen, Infektionen, Parasiten oder verschluckte Fremdkörper. Sie weisen aber auch darauf hin, dass ein Teil auf unerkannte, rassetypische Probleme der Bauchspeicheldrüse zurückgehen könnte, und genau hier wird es interessant.
In einer Studie der Universität Cambridge an 200 obduzierten Hunden aus Haustierarztpraxen zeigten 34 % der auswertbaren Fälle Zeichen einer chronischen Pankreatitis, einer Erkrankung, die die Autoren als häufig und unterschätzt beschreiben; Cavalier, Collie und Boxer waren die Rassen mit erhöhtem relativem Risiko. Mit der Zeit kann eine entzündete Bauchspeicheldrüse aufhören, die Verdauungsenzyme zu bilden: Das ist die exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI). Alle denken dabei an den Deutschen Schäferhund, doch in einer Auswertung von 13.069 Tests war der Cavalier eine von vier Rassen mit einer Häufung, mit einem Unterschied: Sie wird später diagnostiziert, im Median mit 6 Jahren gegenüber 3 Jahren beim Schäferhund, nach Vermutung der Autoren als Folge einer chronischen Pankreatitis. Die VetCompass-Autoren weisen, gestützt auf genau diese EPI-Studie, darauf hin, dass bei Cavalieren mit Verdauungsproblemen oft gar nicht an eine EPI gedacht oder darauf getestet wird, sodass sie übersehen werden kann. Wenn dein Hund gut frisst, aber abnimmt und sehr große Kotmengen absetzt, frag deinen Tierarzt nach dem speziellen Bluttest (TLI), bevor du das Futter wechselst.
Der Napf spielt auch anders eine Rolle. In einer amerikanischen Studie mit 385 Hunden war es mit einem 2,2-mal höheren Risiko für eine Pankreatitis verbunden, in der Woche davor Essensreste bekommen zu haben, und mit einem 13-mal höheren, den Mülleimer geplündert zu haben. Für eine Rasse mit ohnehin erhöhtem Risiko für chronische Pankreatitis sind Essensreste und ein offener Mülleimer deshalb der erste Punkt, den du angehen solltest (mehr dazu in unserem Ratgeber Darf man Hunden Essensreste geben?). Futterwechsel am besten schrittweise und immer nur ein neues Futter auf einmal, damit du weißt, was nicht vertragen wird.
Wenn ein Hund nach Fliegen schnappt, die nicht da sind, denkt man meist an neurologische Ursachen oder an ein Verhaltensproblem. Eine kleine Fallserie der Universität Montreal rät, auch den Bauch anzuschauen: Alle 7 untersuchten Hunde, darunter 2 Cavaliere, die es vor allem nach den Mahlzeiten taten, hatten Veränderungen an Magen oder Darm. Bei einem der beiden Cavaliere verschwand das Verhalten, nachdem das Magen-Darm-Problem behandelt wurde; beim anderen, der zusätzlich eine Chiari-ähnliche Fehlbildung hatte, besserte es sich nur mit einem Medikament gegen Nervenschmerzen, ohne ganz zu verschwinden. Das sind wenige Fälle, aber wenn dein Cavalier das zeigt, lohnt sich ein Gespräch mit dem Tierarzt.
Jedes Pappa-Fresh-Rezept enthält nur eine Fleischsorte und nennt auf dem Etikett den Anteil jeder Zutat. So weißt du immer, was dein Cavalier frisst, und kannst das Etikett deinem Tierarzt zeigen:
Die Rezepte werden im Beutel gegart und lagern bis zum Öffnen ohne Kühlschrank; nach dem Öffnen kommen sie in den Kühlschrank und sollten innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden. Für einen Cavalier mit 7 kg reicht ein 400-g-Beutel etwa 1,5 Tage, er ist also lange vor dieser Grenze leer. Wenn du nicht komplett umstellen möchtest, deckt der Mix-Plan die Hälfte der Tagesration, neben dem Trockenfutter, das dein Hund schon kennt. Pute ist Geflügel: Wenn dein Hund auf Huhn reagiert hat, frag deinen Tierarzt, bevor du sie ausprobierst.
Ein erwachsener Cavalier mit 7 kg, kastriert und mäßig aktiv, braucht etwa 304 kcal am Tag: Mit unserem Huhn-Rezept sind das etwa 267 g, mit dem energiereicheren Rind 224 g. Ein unkastrierter Cavalier verbraucht mehr, etwa 380 kcal. Die Tabelle reicht von 6 kg bis 8 kg, innerhalb des FCI-Standards; wiegt deiner mehr, berechnet das Quiz die Portion aus seinem tatsächlichen Gewicht und seiner Körperkondition. Wie sich die Futtermenge allgemein berechnet, erklärt unser Ratgeber Wie viel sollte ein Hund fressen?
Leckerlis gehören zur Tagesration: Wenn du viele gibst, zieh sie vom Napf ab. Und wenn der Tierarzt eine Herzerkrankung festgestellt hat, legt er Portion und Diät fest: Diese Zahlen gelten für einen gesunden Cavalier.
| Gewicht | Bedarf (kcal/Tag) kastriert / unkastriert | Gramm pro Tag kastriert / unkastriert | Komplett-Plan | Mix (½) |
|---|---|---|---|---|
| 6 kg | 271 / 339 | 238 g / 297 g | €4,41/Tag | €2,16/Tag |
| 7 kg | 304 / 380 | 267 g / 333 g | €4,93/Tag | €2,43/Tag |
| 8 kg | 336 / 421 | 295 g / 369 g | €5,45/Tag | €2,69/Tag |
Gramm auf Basis des Huhn-Rezepts (114 kcal/100 g); mit Rind, das energiereicher ist (136 kcal/100 g), braucht es etwa 16 % weniger. Preise für einen kastrierten Hund.
Die Zahlen sind mit derselben Methode berechnet wie unser Quiz (FEM×K: Erhaltungsbedarf, angepasst an Rasse, Aktivität, Kastration und Körperkondition). Es ist eine Schätzung: Den genauen Plan für deinen Hund liefert das Quiz, und bei gesundheitlichen Fragen sprich mit deinem Tierarzt.
Zwei Minuten: Gewicht, Alter und Aktivität eingeben und die genaue Portion erhalten, mit −30 % auf die erste Bestellung.
Ein erwachsener Cavalier mit 7 kg, kastriert und mäßig aktiv, braucht etwa 304 kcal am Tag, also etwa 267 g von unserem Huhn-Rezept; bei 6 kg sind es etwa 238 g, bei 8 kg etwa 295 g. Das sind Schätzungen: Die richtige Menge hängt von der Körperkondition ab, und Leckerlis zählen mit.
Der FCI-Rassestandard nennt 5,4 bis 8 kg für Rüden und Hündinnen. In britischen Tierarztdaten wogen erwachsene Cavaliere im Median allerdings 10,5 kg, deshalb zählt vor allem die Figur: Die Rippen sollten sich leicht ertasten lassen, das entspricht 4 bis 5 auf der 9-Punkte-Skala der WSAVA.
Nicht unbedingt. Nach den ACVIM-Leitlinien ist keine spezielle Diät nötig, solange das Herz nicht deutlich vergrößert ist (Stadien A und B1). Stellt der Tierarzt eine deutliche Vergrößerung fest, sehen die Leitlinien etwas weniger Natrium und ein schmackhaftes Futter mit genug Eiweiß und Kalorien für eine gute Körperkondition vor; Leckerlis und alles, womit Tabletten gegeben werden, zählen mit.
Ja, mehr als der Durchschnitt: In britischen Tierarztdaten war bei 11 % der Cavaliere Übergewicht vermerkt, gegenüber 7,1 % aller Hunde, und kastrierte Hunde waren häufiger betroffen. Eine Portion nach Gewicht, mitgezählte Leckerlis und regelmäßiges Abtasten der Rippen sind die Grundlage.
Manchmal, etwa nach einem zu schnellen Futterwechsel oder Essensresten. Beim Cavalier lohnt sich aber ein genauer Blick: Die Rasse ist anfälliger für chronische Pankreatitis und exokrine Pankreasinsuffizienz. Wenn der Durchfall immer wiederkommt oder dein Hund trotz guten Appetits abnimmt, lass das beim Tierarzt abklären, bevor du ein Futter nach dem anderen ausprobierst.
Ein Alleinfuttermittel in der richtigen Menge für sein Gewicht, egal ob Trocken- oder Nassfutter. Dazu wenige, mitgezählte Leckerlis. Käse, Wurst und Essensreste sind am wenigsten geeignet: Sie sind salzig und fett, und Essensreste sind mit mehr Fällen von Pankreatitis verbunden.
Geschrieben von der Redaktion von Pappa Fresh auf Grundlage veröffentlichter tiermedizinischer Studien (siehe Quellen). Ersetzt nicht den Rat deines Tierarztes.
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