Ein erwachsener Staffordshire Bullterrier braucht ein Alleinfuttermittel und eine Portion, die zu seinem Gewicht passt: Bei 14 kg, kastriert und mäßig aktiv, sind das etwa 512 kcal am Tag. Beim Gewicht beginnen auch die Überraschungen: In britischen Tierarztpraxen wiegt der typische Staffy rund 20 kg, mehr als das Maximum des Rassestandards, und wird trotzdem nicht häufiger als andere Hunde mit Übergewicht eingetragen. Dieselben Daten zeigen zwei weitere Dinge: Ein empfindlicher Magen ist kein Rassemerkmal, die Haut dagegen verdient Aufmerksamkeit.
Der Rassestandard (FCI Nr. 76, Ursprungsland Großbritannien) nennt 12,7-17 kg für Rüden und 11-15,4 kg für Hündinnen, bei einer Schulterhöhe von 35,5-40,5 cm, die zum Gewicht passen soll. Diese Spanne deckt die Futtermengentabelle weiter unten ab.
Echte Staffys sind schwerer. In VetCompass, dem Programm des Royal Veterinary College, das Patientendaten britischer Tierarztpraxen auswertet, waren die 1.304 Staffordshire Bullterrier des Jahres 2016 die zweithäufigste reine Rasse, mit einem Mediangewicht von 20,2 kg: Die Hälfte der Hunde mit eingetragenem Gewicht lag also mehr als 3 kg über dem Höchstwert des Standards für Rüden, die mittlere Hälfte wog zwischen 17,7 und 22,9 kg. In Schweden, wo beim offiziellen Hüft-Screening des Kennel Clubs das Gewicht des Hundes am Tag des Röntgens notiert werden muss, kamen die 964 Rüden, die zwischen 2007 und 2016 als junge Erwachsene geröntgt wurden, auf ein mittleres Gewicht von 18,2 kg, die 1.145 Hündinnen auf 15,2 kg. Dort zumindest geht der Trend nach unten: In diesen zehn Jahren verlor die Rasse im Mittel 1,2 kg, etwa 7 %.
Woher kommen die zusätzlichen Kilos? Die Waage unterscheidet nicht zwischen Körperbau, Muskeln und Fett, und die schwedischen Autoren weisen darauf hin, dass die Gewichte in den Rassestandards, oft vor Jahrzehnten festgelegt, kein verlässlicher Maßstab sein müssen. Die britischen Autoren schränken zudem ein, dass ein Staffordshire Bullterrier am Aussehen allein nicht immer sicher zu erkennen ist; in den Daten können also auch Hunde stecken, die keine reinrassigen Staffys sind. Für die Praxis heißt das: Ein Wert über dem Standard beweist nicht, dass dein Hund zu dick ist, und ein Wert innerhalb des Standards beweist nicht, dass er fit ist.
Bei diesen Gewichten würde man es erwarten. Die Daten sagen etwas anderes. Eine VetCompass-Studie zu Übergewicht, auf Basis derselben Daten von 2016, fand 6,6 % der Staffordshire Bullterrier (86 von 1.304) als übergewichtig eingetragen, gegenüber 7,1 % aller Hunde, und der Staffy gehörte nicht zu den acht Rassen mit erhöhtem Risiko: Mops, Beagle, Golden Retriever, English Springer Spaniel, Border Terrier, Labrador, Cavalier King Charles Spaniel und Cocker Spaniel. In älteren Daten von 2009 bis 2013 betraf Adipositas 6,0 % der Staffys: mehr als bei Mischlingen (3,9 %), aber weniger als halb so oft wie bei Labradoren (13,0 %).
Es gibt allerdings einen bekannten Haken: In Praxisunterlagen wird Übergewicht seltener notiert, als es vorkommt. Dieselben Autoren erinnern daran, dass Studien, in denen jeder Hund persönlich beurteilt wird, Raten zwischen 22 und 65 % finden. Die verlässlichste Kontrolle machst also du selbst. Die WSAVA bewertet die Körperkondition von 1 bis 9, das Ziel ist 4 oder 5: Rippen unter einer dünnen Fettschicht leicht fühlbar, Taille von oben sichtbar, Bauch von der Seite gesehen hochgezogen. Bei einem kompakten, muskulösen Hund wie dem Staffy sagen diese drei Punkte mehr als die Waage.
Das Gewicht zählt auch für die Hüften. Beim schwedischen Röntgen-Screening hatten 41,9 % von 2.109 Staffordshire Bullterriern eine Hüftdysplasie, meist eine leichte (33,0 % der Hunde; mittel oder schwer bei 8,9 %), und eine zweite Studie mit denselben Daten zeigte, dass innerhalb der Rasse die schwereren Hunde häufiger einen schlechteren Grad hatten. Ob diese Hunde größer, muskulöser oder fetter waren, konnte die Studie nicht unterscheiden, und einen Beweis für Ursache und Wirkung liefert sie nicht; ein Grund mehr, einen Staffy nicht Fett ansetzen zu lassen, ist sie trotzdem.
Die Praxisdaten sprechen dagegen. In der VetCompass-Studie von 2016 zur Rasse hatten Staffordshire Bullterrier ein geringeres Risiko als andere Hunde für die Diagnose einer Darmerkrankung (Enteropathie) und ein etwa halb so hohes Risiko für verstopfte Analdrüsen, ein Problem, das die Autoren teilweise mit weichem Kot in Verbindung bringen. In den Daten von 2009 bis 2013 betrafen Diagnosen am Verdauungstrakt 19,2 % der Staffys gegenüber 30,0 % der Mischlinge: der niedrigste Wert unter den sieben häufigsten Rassen der Studie.
Das heißt nicht, dass ein Staffy nie Durchfall hat oder erbricht, aber ein empfindlicher Darm ist kein Merkmal der Rasse. Wenn die Beschwerden immer wiederkehren, lohnt es sich, die Ursache mit dem Tierarzt zu suchen, statt das Futter wieder und wieder zu wechseln: Jeder Wechsel macht es schwerer zu verstehen, was los ist.
Auch bei den Zähnen startet die Rasse mit einem Vorteil: 2016 war das Risiko einer Parodontalerkrankung weniger als halb so hoch wie bei anderen Hunden. Trotzdem betraf sie 6,5 % der Staffys in einem einzigen Jahr, also lohnen sich regelmäßige Kontrollen und Zähneputzen weiterhin.
Die Haut ist die eigentliche Schwachstelle der Rasse. In der VetCompass-Studie von 2016 hatten Staffordshire Bullterrier fast doppelt so häufig die Diagnose atopische Dermatitis wie andere Hunde (Odds Ratio 1,88), und diese Veranlagung halten die Autoren für die belastbarste, weil sie mit der genauesten Diagnose erfasst wurde. In absoluten Zahlen betraf sie etwa 2 % der Staffys, die in einem Jahr beim Tierarzt waren.
Atopische Dermatitis ist eine genetisch veranlagte Hauterkrankung, ausgelöst vor allem durch Allergene aus der Umwelt, etwa Pollen, wenn der Juckreiz saisonal auftritt, oder Hausstaubmilben, wenn er das ganze Jahr anhält. Das Futter kann auf zwei Wegen mitspielen: Eine Futtermittelreaktion kann genau wie eine atopische Dermatitis aussehen oder sie verschlimmern, und an der Haut allein lässt sich das nicht unterscheiden. Nach den Leitlinien des internationalen Komitees für allergische Erkrankungen bei Tieren (ICADA) gibt es keine verlässlichen kommerziellen Tests: Bei Hunden, die sich das ganze Jahr kratzen, lässt sich eine Futtermittelreaktion nur mit einer strengen Ausschlussdiät ausschließen, mit einem Fleisch, das der Hund nie gefressen hat, über mindestens 8 Wochen. Ein Hinweis für den Tierarzt: Kommen zum Juckreiz Durchfall, Erbrechen, weicher Kot, häufiger Kotabsatz oder viele Blähungen hinzu, ist eine Beteiligung des Futters wahrscheinlicher.
Gibt es ein Futter speziell für die Haut des Staffys? Die direktesten Daten stammen aus einer Studie der Universität Helsinki: Staffordshire Bullterrier mit und ohne atopische Dermatitis bekamen etwa viereinhalb Monate lang entweder ein handelsübliches Rohfutter auf Fleischbasis oder ein handelsübliches Trockenfutter. Bei den 20 Hunden der Hauptauswertung (14 mit leichter atopischer Dermatitis) veränderte keines der beiden Futter den Dermatitis-Score signifikant, den ein tierärztlicher Dermatologe vergab; in beiden Gruppen verschlechterten sich die Werte eher, was die Autoren darauf zurückführen, dass die Studie bis in die finnische Pollensaison dauerte. Eine Teilstudie an 8 dieser Hunde maß die Aktivität bestimmter Hautgene, nicht den Juckreiz. Es sind kleine Pilotstudien, und sie belegen nicht, dass irgendein Futter die Haut eines Staffys verbessert. Und Huhn? Bei Hunden mit nachgewiesener Futtermittelreaktion waren die häufigsten Auslöser Rind (34 %), Milchprodukte (17 %), Huhn (15 %) und Weizen (13 %); Daten zu einem besonderen Problem des Staffys mit Huhn gibt es nicht. Pute ist ebenfalls Geflügel: Hat dein Hund auf Huhn reagiert, frag deinen Tierarzt, bevor du sie ausprobierst.
Jedes Pappa-Fresh-Rezept enthält nur eine Fleischsorte und nennt auf dem Etikett den Anteil jeder Zutat. So weißt du immer, was dein Staffy frisst, und kannst es mit deinem Tierarzt besprechen:
Die Rezepte werden im Beutel gegart und lagern bis zum Öffnen ohne Kühlschrank; nach dem Öffnen kommen sie in den Kühlschrank und sollten innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden. Für einen Staffy spielt diese Grenze keine Rolle: Im Komplett-Plan frisst ein Hund mit 14 kg etwa 449 g am Tag, ein geöffneter 400-g-Beutel ist also lange vor der Grenze leer, und selbst im Mix-Plan, der die Hälfte der Ration neben dem gewohnten Trockenfutter abdeckt, ist er bei allen Gewichten der Tabelle innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht.
Ein erwachsener Staffordshire Bullterrier mit 14 kg, kastriert und mäßig aktiv, braucht etwa 512 kcal am Tag: Mit unserem Huhn-Rezept sind das etwa 449 g, mit dem energiereicheren Rind 376 g. Ein unkastrierter Staffy verbraucht mehr, etwa 640 kcal. Die Futtermengentabelle deckt die Spanne des Standards ab, von 11 kg bis 17 kg: Wiegt dein Hund mehr, wie viele Staffys, hat aber Rippen und Taille eines fitten Hundes, gib im Quiz sein echtes Gewicht ein, dann wird die Portion darauf berechnet.
Wenn du diese Zahlen mit der Fütterungsempfehlung auf einem Sack Trockenfutter vergleichst, wirken die Gramm deutlich mehr: Das ist normal. Trockenfutter ist viel konzentrierter (rund 350-400 kcal pro 100 g, gegenüber 110-136 bei unseren Rezepten), deshalb wiegt ein Nassfutter bei gleichen Kalorien etwa dreimal so viel. Im Mix-Plan kommt die Hälfte der Ration aus deinem Trockenfutter, und die Kosten sinken auf etwa €4,15 am Tag statt €8,04. Wie sich die Futtermenge allgemein berechnet, erklärt unser Ratgeber Wie viel sollte ein Hund fressen?
| Gewicht | Bedarf (kcal/Tag) kastriert / unkastriert | Gramm pro Tag kastriert / unkastriert | Komplett-Plan | Mix (½) |
|---|---|---|---|---|
| 11 kg | 427 / 534 | 375 g / 468 g | €6,74/Tag | €3,41/Tag |
| 14 kg | 512 / 640 | 449 g / 561 g | €8,04/Tag | €4,15/Tag |
| 17 kg | 592 / 740 | 519 g / 649 g | €9,33/Tag | €4,67/Tag |
Gramm auf Basis des Huhn-Rezepts (114 kcal/100 g); mit Rind, das energiereicher ist (136 kcal/100 g), braucht es etwa 16 % weniger. Preise für einen kastrierten Hund.
Die Zahlen sind mit derselben Methode berechnet wie unser Quiz (FEM×K: Erhaltungsbedarf, angepasst an Rasse, Aktivität, Kastration und Körperkondition). Es ist eine Schätzung: Den genauen Plan für deinen Hund liefert das Quiz, und bei gesundheitlichen Fragen sprich mit deinem Tierarzt.
Zwei Minuten: echtes Gewicht, Alter und Aktivität eingeben und die genaue Portion erhalten, mit −30 % auf die erste Bestellung.
Ein erwachsener Staffordshire Bullterrier mit 14 kg, kastriert und mäßig aktiv, braucht etwa 512 kcal am Tag, also etwa 449 g von unserem Huhn-Rezept; unkastriert etwa 561 g. Für einen kastrierten Hund über die Spanne des Standards, von 11 kg bis 17 kg, sind es etwa 375 g bis 519 g. Das sind Schätzungen: Die richtige Menge hängt auch von der Körperkondition ab.
Der Standard nennt 12,7-17 kg für Rüden und 11-15,4 kg für Hündinnen. In der Realität sind viele schwerer: In britischen Praxen lag der Median bei 20,2 kg, in Schweden hatten junge erwachsene Rüden ein mittleres Gewicht von 18,2 kg, Hündinnen von 15,2 kg. Ob dein Hund richtig liegt, zeigt die Körperkondition: Rippen leicht fühlbar, Taille von oben sichtbar.
Keine Studie zeigt, dass eine Marke oder eine Futterart für diese Rasse besser ist: Wichtig sind ein Alleinfuttermittel und eine Portion, die den Hund schlank hält, berechnet auf sein echtes Gewicht und seine Körperkondition. Ein Futter mit allen Zutaten auf dem Etikett zeigt dir jederzeit, was dein Hund frisst, und du kannst es mit dem Tierarzt besprechen.
Es gibt keine Daten, die ein besonderes Problem der Rasse mit Huhn zeigen. Der Staffordshire Bullterrier ist für atopische Dermatitis veranlagt, die vor allem von Umweltallergenen ausgelöst wird. Unter den Futtermitteln, die bei Hunden am häufigsten nachweislich Reaktionen auslösen, kommt Huhn nach Rind und Milchprodukten; ob dein Hund wirklich auf etwas reagiert, klärt nur eine Ausschlussdiät, die du mit deinem Tierarzt planst.
Für diese Rasse zeigt keine Studie, dass eine Futterart besser ist: Entscheidend sind ein vollständiges Futter und die richtige Menge. Nassfutter enthält mehr Wasser, deshalb ist die Portion bei gleichen Kalorien etwa dreimal so schwer wie beim Trockenfutter. Wenn du das gewohnte Trockenfutter behalten möchtest, deckt der Mix-Plan die Hälfte der Ration mit im Beutel gegartem Futter ab.
Geschrieben von der Redaktion von Pappa Fresh auf Grundlage veröffentlichter tiermedizinischer Studien (siehe Quellen). Ersetzt nicht den Rat deines Tierarztes.
Weitere Rassen: