Ein erwachsener Border Collie braucht ein Alleinfuttermittel und eine Portion, die zu der Arbeit passt, die er wirklich leistet: Bei 18 kg, kastriert und mäßig aktiv, sind das etwa 618 kcal am Tag. Sein Ruf als unermüdlicher Arbeiter täuscht: Border Collies beim Schafehüten verbrauchen rund ein Drittel mehr Energie als Familienhunde; Agility-Hunde, allen voran Border Collies, fressen dagegen kaum mehr als ein gewöhnlicher Hund. Und bei Junghunden gibt es eine wenig bekannte, rassetypische Ursache für schlechten Appetit: eine erbliche Störung der Aufnahme von Vitamin B12.
Es gibt kein Futter, das ein Border Collie allein wegen seiner Rasse bräuchte: Er braucht ein Alleinfuttermittel in der Menge, die zu der Arbeit passt, die er wirklich leistet. Unter demselben Namen leben Hunde, die täglich stundenlang Schafe hüten, Hunde, die am Wochenende Agility machen, und Stadthunde, und in den Studien ist es die Art der Aktivität, die den Kalorienbedarf verschiebt.
Arbeitende Hütehunde. In einer Metaanalyse der Studien zum Energiebedarf erwachsener Hunde brauchten arbeitende Hütehunde, allesamt Border Collies, im Schnitt etwa ein Drittel mehr Energie als Familienhunde, bezogen auf die metabolische Körpermasse. Gemeint sind allerdings Hunde, die wirklich an der Herde arbeiten, nicht Hunde auf einem langen Spaziergang.
Agility-Hunde. Beim Sport sieht es anders aus. In einer Umfrage unter 494 Agility-Hunden auf 18 Turnieren in den USA war der Border Collie mit 107 Hunden die häufigste Rasse. Hunde in idealer Körperkondition fraßen im Schnitt kaum mehr als ein gewöhnlicher Familienhund, ohne Unterschied zwischen Einsteigern und Spitzenteams. Stärker ins Gewicht fielen die Leckerlis: 99 % der Halter nutzten sie, sie lieferten im Schnitt 15 % der Tageskalorien und bei 29 % der Hunde mehr als 20 %.
In der Praxis: Hütet dein Border Collie jeden Tag Schafe, wähle im Quiz eine hohe Aktivität; macht er ein paar Stunden Sport pro Woche, starte mit mäßiger Aktivität und ziehe die Trainingsleckerlis von der Tagesration ab. Prüfe danach ab und zu die Rippen: Verändert sich die Figur, mach das Quiz neu, und die Portion passt sich an.
Der FCI-Standard des Border Collies (Nr. 297) nennt nur die Widerristhöhe, 53 cm für Rüden und „etwas weniger“ für Hündinnen, und überhaupt kein Gewicht. Der American Kennel Club gibt eine weite Spanne von 30 bis 55 Pfund an, also etwa 14 bis 25 kg. Bei so viel Spielraum sagt die Körperkondition mehr als die Waage: Auf der 9-Punkte-Skala der WSAVA sind 4 bis 5 ideal, mit Rippen, die sich unter einer dünnen Fettschicht leicht ertasten lassen, und einer von oben sichtbaren Taille. Ein schlanker Border Collie ist also nicht automatisch zu dünn; zu dünn ist er, wenn die Rippen sichtbar sind und du kein Fett ertasten kannst.
Bleibt eine so athletische Rasse von selbst schlank? Nicht unbedingt. In der VetCompass-Studie mit 22.333 Hunden, die 2016 in britischen Tierarztpraxen vorgestellt wurden, waren 48 von 514 Border Collies als übergewichtig erfasst, etwa jeder elfte: ein Anteil, der nicht unter den 7,1 % aller Hunde liegt. Nach Berücksichtigung von Alter, Kastration und den übrigen Faktoren gehörte der Border Collie nicht zu den acht Rassen mit einem höheren Risiko als Mischlinge (darunter Mops, Beagle und Golden Retriever): keine Rasse mit Veranlagung also, aber auch keine, die davor gefeit ist. Über alle Hunde hinweg war die Wahrscheinlichkeit für Übergewicht mit 6 bis 9 Jahren rund dreimal so hoch wie bei Hunden unter 3 Jahren, und bei einem Border Collie kann das auch das Alter sein, in dem Arbeit oder Sport weniger werden. Eine Ration, die für einen Arbeitshund gedacht war, kann dann zu viel werden: Ändert sich seine Aktivität, mach das Quiz neu.
Viele Halter fragen sich, warum ihr Border Collie nicht frisst oder zu dünn bleibt. Aktivität oder Temperament können dahinterstecken, bei jungen Hunden gibt es aber eine rassetypische Ursache, die du kennen solltest: das Imerslund-Gräsbeck-Syndrom, eine erbliche Störung der Aufnahme von Vitamin B12 (Cobalamin). Ursache ist eine Mutation im Gen für Cubilin, den Rezeptor, über den der Darm B12 aufnimmt: Das Vitamin ist im Futter, aber der Hund kann es nicht aufnehmen.
Bei den Border Collies, die an den Universitäten Zürich und Bern beschrieben wurden, zeigten sich mäkeliges Fressen bis zur Futterverweigerung, Magerkeit und schlechtes Wachstum, teils mit zeitweisem Durchfall, Müdigkeit und Blutarmut; das Alter bei der Diagnose lag im Median bei 11,5 Monaten (8 Monate bis dreieinhalb Jahre). Entscheidend für den Napf: Ein Futterwechsel reicht nicht, denn das Problem ist die Aufnahme, nicht die Menge an B12 im Futter. Alle Hunde erholten sich vollständig mit regelmäßigen B12-Injektionen durch den Tierarzt.
Die Erkrankung ist selten: In einer Stichprobe von rund 200 zufällig ausgewählten Border Collies waren 6,2 % gesunde Träger der Mutation, etwa jeder sechzehnte, und ein Welpe erkrankt nur, wenn er sie von beiden Eltern erbt. Es gibt einen Gentest, der die Diagnose bestätigen kann und hilft, die Verpaarung zweier Träger zu vermeiden. Frisst dein junger Border Collie wenig und wächst nicht richtig, bitte den Tierarzt, den Vitamin-B12-Wert zu messen, bevor du das nächste Futter ausprobierst. Mehr zum Wachstum allgemein findest du in unserem Ratgeber Welpen füttern.
Der Border Collie Collapse (BCC) ist eine rassetypische Störung: Nach 5 bis 15 Minuten intensiver Belastung, besonders bei Wärme, wird der Hund desorientiert und läuft unkoordiniert. Naheliegend wäre eine Unterzuckerung, doch daran liegt es nicht: Betroffene Hunde haben vor der Belastung und nach dem Kollaps normale Blutzucker- und Elektrolytwerte (Natrium und Kalium), und in einer Studie, in der 13 betroffene und 16 gesunde Border Collies Bälle apportierten oder Schafe hüteten, unterschieden sich die Veränderungen von Körpertemperatur, Blut-pH, Laktat und Blutgasen nach der Belastung zwischen beiden Gruppen nicht. Die Ursache ist weiter unbekannt. Ein Snack oder ein Elektrolytgetränk ist also nicht die Lösung: Das Veterinary Medical Centre der University of Saskatchewan, wo die Störung untersucht wurde, rät, auslösende Aktivitäten bei Wärme einzuschränken und den Hund während einer Episode abzukühlen.
Auch die idiopathische Epilepsie verläuft beim Border Collie oft schwer: In einer Münchner Studie mit 49 betroffenen Hunden hatte fast die Hälfte einen schweren Verlauf, und von den 24 Hunden, die mit mehr als zwei Medikamenten behandelt wurden, waren 71 % pharmakoresistent: Ihre Anfälle hielten trotz Behandlung an. Bekommt dein Hund Medikamente, stell das Futter nicht ohne Rücksprache mit dem Tierarzt um.
Jedes Pappa-Fresh-Rezept enthält nur eine Fleischsorte und nennt auf dem Etikett den Anteil jeder Zutat, damit du immer weißt, was dein Hund frisst:
Die Rezepte werden im Beutel gegart und lagern bis zum Öffnen ohne Kühlschrank; nach dem Öffnen kommen sie in den Kühlschrank und sollten innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden. Im Komplett-Plan frisst ein Border Collie mit 18 kg etwa 542 g am Tag, ein geöffneter 400-g-Beutel bleibt also nicht lange im Kühlschrank. Frisst dein Hund schon ein Trockenfutter, das er mag, ersetzt der Mix-Plan die Hälfte der Ration (€4,93 am Tag für einen kastrierten Border Collie mit 18 kg); der Topper, ein Viertel der Ration, wird nur angeboten, wenn er mindestens 10 Beutel pro Zyklus füllt. Pute ist Geflügel: Hat dein Hund auf Huhn reagiert, frag den Tierarzt, bevor du sie ausprobierst.
Ein erwachsener Border Collie mit 18 kg, kastriert und mäßig aktiv, braucht etwa 618 kcal am Tag: Mit unserem Huhn-Rezept sind das etwa 542 g, mit dem energiereicheren Rind 454 g. Ein unkastrierter Hund braucht mehr, etwa 773 kcal. Die Tabelle deckt 14 kg bis 22 kg ab, innerhalb der Spanne, die der AKC für die Rasse angibt.
Die Zahlen gehen von mäßiger Aktivität aus: Für einen Border Collie, der jeden Tag an der Herde arbeitet, wähle im Quiz eine hohe Aktivität, und die Berechnung passt sich an. Zur Methode allgemein siehe wie viel sollte ein Hund fressen.
| Gewicht | Bedarf (kcal/Tag) kastriert / unkastriert | Gramm pro Tag kastriert / unkastriert | Komplett-Plan | Mix (½) | Topper (¼) |
|---|---|---|---|---|---|
| 14 kg | 512 / 640 | 449 g / 561 g | €8,04/Tag | €4,15/Tag | — |
| 18 kg | 618 / 773 | 542 g / 678 g | €9,85/Tag | €4,93/Tag | €2,59/Tag |
| 22 kg | 718 / 898 | 630 g / 788 g | €11,41/Tag | €5,70/Tag | €2,87/Tag |
Gramm auf Basis des Huhn-Rezepts (114 kcal/100 g); mit Rind, das energiereicher ist (136 kcal/100 g), braucht es etwa 16 % weniger. Preise für einen kastrierten Hund.
Die Zahlen sind mit derselben Methode berechnet wie unser Quiz (FEM×K: Erhaltungsbedarf, angepasst an Rasse, Aktivität, Kastration und Körperkondition). Es ist eine Schätzung: Den genauen Plan für deinen Hund liefert das Quiz, und bei gesundheitlichen Fragen sprich mit deinem Tierarzt.
Zwei Minuten: Gewicht, Alter und Aktivität eingeben, auch für Arbeitshunde, und die genaue Portion erhalten, mit −30 % auf die erste Bestellung.
Ein erwachsener Border Collie mit 18 kg, kastriert und mäßig aktiv, braucht etwa 618 kcal am Tag, also etwa 542 g unseres Nassfutters mit Huhn; mit 22 kg etwa 630 g. Ein Hund, der täglich Schafe hütet, braucht mehr: Die genaue Portion berechnet das Quiz, die Körperkondition bestätigt sie.
Ein kastrierter, mäßig aktiver Border Collie mit 18 kg braucht etwa 618 kcal am Tag, unkastriert etwa 773. In einer Metaanalyse brauchten arbeitende Border Collies rund ein Drittel mehr Energie als Familienhunde; in einer Umfrage unter Agility-Hunden fraßen Hunde in Idealform dagegen kaum mehr. Leckerlis aus dem Training zählen mit.
Der FCI-Standard nennt kein Gewicht, nur die Größe: 53 cm für Rüden, etwas weniger für Hündinnen. Der AKC gibt etwa 14 bis 25 kg an. Wichtiger als die Zahl ist die Körperkondition: Rippen ertastbar ohne überschüssiges Fett und eine von oben sichtbare Taille, also 4 bis 5 auf der 9-Punkte-Skala der WSAVA.
Ein fitter Border Collie ist schlank: Die Rippen lassen sich leicht ertasten, sind aber nicht sichtbar. Siehst du sie und ertastest kein Fett, liegt er unter dem Idealgewicht. Ist er jung, frisst wenig und wächst schlecht, lass beim Tierarzt den Vitamin-B12-Wert prüfen: In der Rasse gibt es eine seltene, aber dokumentierte erbliche Aufnahmestörung.
Das kann an Aktivität oder Temperament liegen; hört ein Hund plötzlich auf zu fressen, gehört er zum Tierarzt. Bei Junghunden, die schon länger mäkelig sind, dünn bleiben und schlecht wachsen, sollte der Tierarzt auch an die erbliche B12-Aufnahmestörung denken: Ein Futterwechsel ändert daran nichts, sie wird mit B12-Injektionen behandelt.
Geschrieben von der Redaktion von Pappa Fresh auf Grundlage veröffentlichter tiermedizinischer Studien (siehe Quellen). Ersetzt nicht den Rat deines Tierarztes.
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