Ein paar Pupse sind normal. Wenn es ständig passiert oder so stinkt, dass alle den Raum verlassen, liegt es fast immer daran, was dein Hund frisst und wie er frisst. Hier erfährst du, woher die Gase kommen, was die häufigsten Ursachen sind, was wirklich hilft und welche Anzeichen du ernst nehmen solltest.
Kurz gesagt
Blähungen beim Hund entstehen durch Luft, die er beim Fressen schluckt, und durch Gase, die Bakterien im Dickdarm bilden, wenn sie Unverdautes vergären; der Gestank kommt vor allem von Schwefelwasserstoff. Die häufigsten Ursachen sind ein zu schneller Futterwechsel, Essensreste, Milch und Milchprodukte, geplünderte Mülleimer und hastiges Schlingen. Meist reicht es, das Futter über 7 bis 10 Tage umzustellen, Reste und Milchprodukte wegzulassen und kleinere Mahlzeiten zu geben. Ein schnell anschwellender, harter Bauch mit Würgen ohne Erbrechen ist ein Notfall; Blähungen mit Durchfall, Erbrechen oder Gewichtsverlust gehören zum Tierarzt.
Aus zwei Gründen: geschluckte Luft und Gärung im Darm. Ein Teil der Gase ist Luft, die der Hund beim Fressen oder Atmen schluckt. Das betrifft vor allem schnelle Fresser und kurznasige Hunde: In einer Studie von 2024 mit 120 Hunden aus zwei tierärztlichen Universitätskliniken kam übermäßiges Luftschlucken bei brachyzephalen Rassen wie Bulldoggen und Möpsen viel häufiger vor (46 % gegenüber 14 %). Den Rest der Gase bilden die Bakterien im Dickdarm, wenn sie vergären, was vorher nicht verdaut wurde.
Der Gestank hängt nicht von der Menge ab, sondern von der Zusammensetzung. Eine Studie, die die Gase von Hunden mit einem Sensor gemessen hat, fand, dass die Stärke des Geruchs mit dem Schwefelwasserstoff zusammenhing, einem Gas, das Bakterien aus schwefelhaltigen Verbindungen wie manchen Eiweißen bilden. Deshalb kann ein Hund wenige, aber fürchterliche Pupse haben, oder viele, die kaum riechen.
In Studien mit Hunden weniger, als man oft liest. In einer 2006 veröffentlichten Untersuchung der University of Kentucky führten Rationen mit Sojaschrot, normal oder mit weniger vergärbaren Zuckern, nicht zu mehr Blähungen als eine Ration mit Geflügelmehl. Das Soja war etwas schlechter verdaulich, die Gase aber waren dieselben.
Mehr als eine einzelne Zutat zählt, wie gut das Futter verdaut wird und wie sehr der Hund daran gewöhnt ist. Jeder Hund ist aber anders: Wenn ein bestimmtes Futter ihm immer Probleme macht, notiere es und sprich mit deinem Tierarzt.
Ja, in Studien ist die Verdaulichkeit höher. An der University of Illinois fraßen 12 Hunde abwechselnd ein extrudiertes Trockenfutter, ein gekühltes Frischfutter und zwei schonend gegarte Futter aus Zutaten in Lebensmittelqualität. Mit dem Trockenfutter mussten die Hunde mehr fressen, um ihr Gewicht zu halten, und setzten 1,5- bis 2,9-mal so viel Kot ab, weil ein größerer Teil des Futters unverdaut ausgeschieden wurde.
Weniger Reste im Dickdarm bedeuten weniger Material zum Vergären: ein guter Grund für ein gut verdauliches Futter. Fairerweise muss man sagen, dass diese Studien die Verdauung und den Kot gemessen haben, nicht direkt die Gase.
Zu den Blähungen gibt es nur eine einzige Studie, und sie ist mit Vorsicht zu lesen: 2021 wechselten 31 Hunde von Trockenfutter auf ein gekochtes Frischfutter, und nach 28 Tagen bemerkte ein Drittel der Halter (32 %) weniger Blähungen, 6 % mehr und der Rest keinen Unterschied. Es gab keine Kontrollgruppe, geurteilt haben die Halter, und durchgeführt hat die Studie das Unternehmen, das dieses Futter herstellte.
Beim Geruch vielleicht, bei der Menge kaum. In einer Studie mit 8 Hunden änderte ein Leckerli mit Aktivkohle, Yucca und Zinkacetat nichts an der Zahl der Pupse, senkte aber den Anteil mit starkem oder unerträglichem Geruch um 86 %. Es ist eine kleine Studie, und solche Produkte solltest du nur nach Rücksprache mit dem Tierarzt geben.
Für Probiotika ist die Beweislage schwach: Eine systematische Übersicht über Studien bei Hunden fand nur eine sehr begrenzte Wirkung bei akuten Darmbeschwerden und keinen klaren Nutzen bei chronischen, bei denen die Ernährung der wichtigste Hebel bleibt.
Wenn der Bauch schnell anschwillt und der Hund würgt, ohne etwas zu erbrechen. Dann kann es eine Magendrehung sein, ein Notfall, der vor allem große und sehr große Hunde mit tiefem Brustkorb trifft, etwa Deutsche Dogge, Weimaraner, Bernhardiner und Setter. Weitere Anzeichen: unruhiger Blick oder Blick zum Bauch, starkes Sabbern, Hecheln, Schwäche. Fahr sofort in eine Tierklinik, auch nachts: Der Zustand verschlechtert sich schnell.
Abgesehen davon solltest du zum Tierarzt, wenn die Blähungen plötzlich zunehmen und Durchfall, Erbrechen, Blut im Kot, Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust dazukommen.
Unsere Rezepte sind darauf ausgelegt, leicht verdaulich zu sein: echtes Fleisch als erste Zutat (52 % bis 67 %), ein einziges tierisches Protein pro Rezept, etwas Gemüse und eine Vitamin-Mineral-Ergänzung, im eigenen Beutel dampfgegart und sterilisiert. Wenige Zutaten heißt auch: Du weißt immer, was dein Hund frisst.
Wenn du auf Pappa Fresh umstellst, dann über 7 bis 10 Tage wie oben beschrieben: In den ersten Tagen sind etwas mehr Blähungen normal, bis sich der Darm gewöhnt hat. Wird es nach zwei bis drei Wochen nicht besser, sprich mit deinem Tierarzt.
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Meist wegen etwas, das er gefressen hat: ein zu schneller Futterwechsel, Essensreste, Milchprodukte oder der Mülleimer. Der starke Geruch kommt vor allem von Schwefelwasserstoff, den die Darmbakterien bilden. Dauert es länger als ein paar Tage oder kommen Durchfall oder Erbrechen dazu, sprich mit deinem Tierarzt.
Ja, in den ersten Tagen ist das häufig: Die Darmbakterien müssen sich an das neue Futter anpassen. Deshalb sollte die Umstellung 7 bis 10 Tage dauern, mit langsam steigendem Anteil des neuen Futters. Lassen die Blähungen nach zwei bis drei Wochen nicht nach, sprich mit deinem Tierarzt.
Kurznasige Rassen wie Bulldoggen, Möpse und Boxer, die mehr Luft schlucken; Hunde, die sehr schnell fressen; und Hunde, deren Futter oft wechselt oder die Essensreste bekommen. In einer Studie mit Englischen Bulldoggen von Ausstellungen kamen Aufstoßen und Blähungen häufiger vor als bei gesunden Vergleichshunden.
Für kein Futter ist in kontrollierten Studien nachgewiesen, dass es Blähungen verhindert. In einer kleinen Studie ohne Kontrollgruppe bemerkte ein Drittel der Halter vier Wochen nach dem Umstieg von Trockenfutter auf ein gekochtes Frischfutter weniger Blähungen. Sicher hilft: ein gut verdauliches Alleinfuttermittel, an das der Hund gewöhnt ist, über 7 bis 10 Tage eingeführt, ohne Essensreste und Milchprodukte nebenbei. Halten die Blähungen mit einem Futter wochenlang an, kann dein Tierarzt vorschlagen, ein anderes Protein zu testen.
Sofort, wenn der Bauch schnell anschwillt und hart wird, wenn der Hund würgt, ohne etwas zu erbrechen, sabbert und unruhig ist: Es kann eine Magendrehung sein, ein Notfall vor allem bei großen Hunden mit tiefem Brustkorb.
Geschrieben von der Redaktion von Pappa Fresh auf Grundlage veröffentlichter tiermedizinischer Studien (siehe Quellen). Ersetzt nicht den Rat deines Tierarztes.
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