Ein wenig Hundegeruch ist normal, ein Atem, bei dem du zurückweichst, nicht. In den allermeisten Fällen liegt die Ursache im Maul: Plaque, Zahnstein und entzündetes Zahnfleisch. Hier erfährst du, wie du herausfindest, was los ist, was wirklich hilft und wann der Tierarzt gefragt ist.
Kurz gesagt
Mundgeruch beim Hund kommt fast immer aus dem Maul: Plaque wird zu Zahnstein, und die Bakterien unter dem Zahnfleisch erzeugen den Geruch. Parodontitis ist die Erkrankung, die Tierärzte bei Hunden am häufigsten feststellen, und sie trifft vor allem kleine und ältere Hunde. Was hilft: tägliches Zähneputzen und die Zahnreinigung beim Tierarzt; kein Futter, ob Nass- oder Trockenfutter, ersetzt beides. Riecht der Atem nach Urin, süßlich oder faulig, oder trinkt dein Hund viel, frisst weniger oder nimmt ab, vereinbare einen Termin.
Bei den meisten Hunden liegt die Ursache im Maul. Nach jeder Mahlzeit bildet sich auf den Zähnen Plaque, ein Film aus Bakterien. Wird sie nicht entfernt, härtet sie innerhalb weniger Tage zu Zahnstein aus, der sich am Zahnfleischrand sammelt. Dort entzünden die Bakterien das Zahnfleisch (Gingivitis) und greifen mit der Zeit das Gewebe an, das den Zahn hält: Das ist die Parodontitis, und den Geruch erzeugen genau diese Bakterien.
Das ist nicht selten. In einer Studie mit mehr als 22.000 Hunden aus britischen Tierarztpraxen war Parodontitis die am häufigsten diagnostizierte Erkrankung: 12,5 % der Hunde in nur einem Jahr. Werden die Zähne unter Narkose untersucht, steigen die Werte auf 44 bis 100 %, weil viele Schäden unter dem Zahnfleisch bei geschlossenem Maul nicht zu sehen sind.
Kleine Hunde, kurznasige Hunde und ältere Hunde. In derselben britischen Studie sank das Risiko für Parodontitis mit steigendem Körpergewicht; höher war es beim Toy-Pudel, beim King Charles und beim Cavalier King Charles Spaniel und, überraschend, beim Greyhound. Kurznasige (brachyzephale) Rassen hatten eine um 25 % höhere Wahrscheinlichkeit als andere, und mit dem Alter steigt das Risiko bei allen Hunden.
Die Art des Geruchs hilft zu verstehen, woher er kommt. Das ist keine Diagnose, aber es zeigt dir, wie schnell du handeln solltest.
| Geruch | Was er bedeuten kann | Was tun |
|---|---|---|
| Fisch, leicht faulig | Plaque und Zahnstein; manchmal die Analdrüsen, wenn der Hund sich oft das Hinterteil leckt | Untersuchung und Zahnreinigung |
| Urin, Ammoniak | Kann ein Zeichen für eine Nierenerkrankung sein, vor allem wenn er mehr trinkt und uriniert | Bald zum Tierarzt, mit Blut- und Urinuntersuchung |
| Süßlich, fruchtig | Kann auf einen nicht eingestellten Diabetes hindeuten, vor allem bei mehr Durst und Gewichtsverlust | Sofort zum Tierarzt |
| Stark faulig, mit Blut oder Schwellung | Infektion, abgebrochener Zahn, Fremdkörper oder eine Wucherung im Maul | Zum Tierarzt |
| Kot | Fast immer frisst der Hund Kot (Koprophagie) | Kot sofort wegräumen und mit dem Tierarzt sprechen |
Kommen zum Mundgeruch gelbliches Zahnfleisch oder gelbliche Augen, Erbrechen oder Gewichtsverlust dazu, kann die Leber betroffen sein: Auch dann gehört der Hund zum Tierarzt.
Plaque jeden Tag entfernen, und Zahnstein, wenn er schon da ist. Die Leitlinien der American Animal Hospital Association zur Zahnpflege bei Hunden und Katzen stellen die Zahnbürste an die erste Stelle:
Sie überdecken den Geruch, die Ursache bleiben sie. Petersilie, Minze, Kokosöl oder Apfelessig können den Atem höchstens eine Weile überdecken, aber sie entfernen weder Plaque noch Zahnstein: Liegt die Ursache im Maul, kommt der Geruch zurück. Natron ist scheuernd und nicht für das Hundemaul gedacht (mehr dazu hier).
Was du nie tun solltest: Zahnpasta für Menschen verwenden. Viele enthalten Xylit, einen Süßstoff, der beim Hund den Blutzucker schnell abstürzen lassen kann, wie die US-Behörde FDA warnt.
Ein wenig, aber nicht genug, um die Zahnbürste zu ersetzen. Drei Studien zeigen in dieselbe Richtung:
Die beiden letzten Studien stammen von Forschern eines großen Tiernahrungsherstellers. Die polnische Erhebung zeigte außerdem, dass tägliches Zähneputzen oder ein täglicher Zahnpflegesnack die Probleme in allen Gruppen verringerte. Es gibt Zahnpflegefutter und Kauartikel, die genau dafür entwickelt und vom VOHC anerkannt sind, aber das ist etwas anderes als ein gewöhnliches Trockenfutter. In der Praxis gilt: Egal, ob dein Hund Nassfutter, Trockenfutter oder Frischfutter frisst, für die Zähne zählt die Zahnbürste.
Wenn er nicht aus dem Maul kommt oder andere Anzeichen dazukommen. Vereinbare ohne Zögern einen Termin, wenn:
Ehrlich gesagt: Kein Futter ersetzt die Zahnbürste, unseres auch nicht. Die Rezepte von Pappa Fresh sind für die tägliche Ernährung gemacht: echtes Fleisch als erste Zutat, Gemüse, eine Vitamin-Mineral-Ergänzung, ohne Konservierungsstoffe, ohne Farbstoffe, ohne Tiermehle. Für das Maul kombiniere sie mit zwei Minuten Zähneputzen am Tag und einer Kontrolle beim Tierarzt einmal im Jahr.
Zwei Minuten, Portionen für deinen Hund berechnet, −30 % auf die erste Bestellung.
Meistens wegen Plaque und Zahnstein: Die Bakterien im Maul erzeugen einen Geruch, der an Fisch erinnert. Manchmal stecken die Analdrüsen dahinter, wenn sich der Hund oft das Hinterteil leckt. Lass Maul und Analdrüsen vom Tierarzt kontrollieren.
Er ist häufig, aber nicht normal. Parodontitis nimmt mit dem Alter zu, und bei einem älteren Hund kann ein plötzlich veränderter Atem, vor allem wenn er nach Urin oder süßlich riecht, mit den Nieren oder mit Diabetes zusammenhängen. Dann braucht es einen Tierarztbesuch mit Blutuntersuchung.
Petersilie, Minze oder Kokosöl können den Geruch höchstens überdecken. Das einzige Mittel, das bei der häufigsten Ursache ansetzt, ist das Entfernen der Plaque: täglich Zähneputzen mit Hundezahnpasta, dazu die Zahnreinigung beim Tierarzt, wenn schon Zahnstein da ist.
Ein wenig: In Studien hatten Hunde mit Trockenfutter etwas weniger Schwefel im Atem und etwas weniger Plaque als Hunde mit Nassfutter, aber ihr Zahnfleisch war genauso gesund. Was hilft, sind die Zahnbürste und Zahnpflegeprodukte mit VOHC-Siegel, die ihre Wirkung in Studien gezeigt haben.
Wenn der Atem nach Urin, Ammoniak oder süßlich riecht, wenn der Hund viel trinkt, weniger frisst, erbricht oder abnimmt, oder wenn Blut, Schwellungen oder Schmerzen im Maul dazukommen. Dann ruf ohne Zögern deinen Tierarzt an.
Geschrieben von der Redaktion von Pappa Fresh auf Grundlage veröffentlichter tiermedizinischer Studien (siehe Quellen). Ersetzt nicht den Rat deines Tierarztes.
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