Hundegesundheit

Pankreatitis beim Hund: Anzeichen, Ernährung und was er fressen darf

Oft kommt sie nach einem großen Gelage: ein Hund, der erbricht, Bauchschmerzen hat und nicht fressen will. Eine Pankreatitis kann mild oder schwer verlaufen, und die Ernährung zählt während des Schubs genauso wie danach. Hier steht, was du wissen solltest, was er fressen darf und was tabu ist.

Kurz gesagt

Die Pankreatitis ist eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse: Die häufigsten Anzeichen sind Erbrechen und Bauchschmerzen, dazu Mattigkeit, wenig Appetit, Fieber und Durchfall. Zu den Risikofaktoren gehören sehr fette Mahlzeiten, Tischreste und Übergewicht. Während des Schubs entscheidet der Tierarzt, aber man lässt den Hund nicht mehr tagelang hungern: Man beginnt früh wieder mit kleinen, fettarmen, leicht verdaulichen Mahlzeiten. Kommt die Pankreatitis wieder oder wird sie chronisch, braucht es dauerhaft fettarmes Futter, also weniger als 20 % der Kalorien aus Fett, und keine fetten Reste.

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Was ist eine Pankreatitis beim Hund?

Eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, des Organs, das Verdauungsenzyme und Insulin bildet. Die Enzyme werden zu früh aktiv und schädigen die Bauchspeicheldrüse selbst und die Organe in ihrer Nähe.

  • Akut: Sie kommt plötzlich; sie kann mild oder sehr schwer verlaufen und einen Klinikaufenthalt nötig machen.
  • Chronisch: leichtere Schübe, die immer wiederkommen, manchmal ohne deutliche Anzeichen, und die die Bauchspeicheldrüse mit der Zeit dauerhaft schädigen können.

Die Diagnose stellt der Tierarzt, meist mit einem speziellen Bluttest für die Bauchspeicheldrüse und einem Ultraschall.

Was sind die Anzeichen einer Pankreatitis beim Hund?

Am häufigsten sind Erbrechen und Bauchschmerzen. Oft kommen dazu:

  • Mattigkeit: Der Hund zieht sich zurück oder will sich nicht bewegen;
  • wenig oder kein Appetit;
  • Fieber;
  • Durchfall;
  • bei der chronischen Form: Er frisst weniger, nimmt ab, hat Bauchschmerzen, die kommen und gehen.

Wiederholtes Erbrechen zusammen mit einem schmerzenden Bauch ist ein Grund, noch am selben Tag zum Tierarzt zu gehen, vor allem wenn dein Hund gerade etwas sehr Fettes gefressen hat.

Was löst eine Pankreatitis beim Hund aus?

Die genaue Ursache findet man oft nicht, aber einige Faktoren erhöhen das Risiko.

  • Sehr fette Mahlzeiten und Reste: In einer Studie war das Fressen ungewohnter Lebensmittel, von Tischresten oder Abfall mit einem höheren Risiko verbunden. Das ist die klassische Pankreatitis nach den Feiertagen oder dem Grillabend.
  • Übergewicht: In einer Studie waren 43 % der Hunde mit akuter Pankreatitis übergewichtig oder adipös, und in einer anderen erhöhte Übergewicht das Risiko einer tödlichen Form.
  • Zu viel Fett im Blut (Hyperlipidämie), bei manchen Rassen häufiger.
  • Andere Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, Cushing-Syndrom und Epilepsie sowie manche Antiepileptika.

Was soll ein Hund mit Pankreatitis fressen?

Während des Schubs entscheidet der Tierarzt; danach hängt es davon ab, wie oft es schon passiert ist.

  • Während des Schubs: Jahrelang ließ man den Hund 24-48 Stunden oder so lange hungern, wie er erbrach. Heute raten die Lehrbücher der klinischen Ernährung, früh wieder anzufangen, sobald das Erbrechen unter Kontrolle ist, mit kleinen Mahlzeiten eines fettarmen, leicht verdaulichen Futters: In Studien hatten früh gefütterte Hunde weniger Verdauungsprobleme und fraßen schneller wieder selbstständig.
  • Nach einem einzelnen Schub mit klarer Ursache, etwa einem Gelage: Er kann in einigen Tagen schrittweise zu seinem gewohnten Alleinfuttermittel zurückkehren, ohne die Ursache.
  • Kommt sie wieder oder ist sie chronisch, oder hat der Hund zu viel Fett im Blut: Dann braucht es dauerhaft fettarmes Futter.

Wie fettarm genau? Laut den Lehrbüchern gilt bei Hunden, die Fertigfutter bekommen, ein Futter als „fettarm“, wenn weniger als 20 % seiner Kalorien aus Fett stammen; eine andere Faustregel ist, das Fett gegenüber dem bisherigen Futter zu halbieren. Achte auch auf das Eiweiß: Sehr hohe Mengen sollte man vermeiden.

So rechnest du es vom Etikett aus: Multipliziere die Gramm Fett pro 100 g mit 8,5 und teile durch die Kalorien pro 100 g. Zum Beispiel ergeben 2,4 g Fett in einem Futter mit 112 kcal: 2,4 × 8,5 ÷ 112 = 18 % der Kalorien aus Fett.

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Schwein (58 %) mit Karotten, Reis und Apfel, dazu eine Vitamin-Mineral-Ergänzung: 2,4 g Fett pro 100 g, 18 % der Kalorien (Laboranalyse). Es ist kein Diätfuttermittel: Frag deinen Tierarzt, ob es für deinen Hund infrage kommt.

Welche Lebensmittel sind bei Pankreatitis tabu?

Alles, was sehr fett ist, auch in kleinen Mengen.

  • Wurst, Schwarte, Hühnerhaut, Fleischfett;
  • fetter Käse, Butter, Sahne;
  • Frittiertes, Soßenreste und Bratenreste, Süßes;
  • sehr fette Snacks und Kauartikel.

Lies die Etiketten genau: Laut den Lehrbüchern sind manche als „light“ oder „fettreduziert“ verkauften Futter für einen Hund mit Pankreatitis noch zu fett, und Nass- und Trockenversion desselben Produkts können sehr unterschiedlich sein. Wurde ein Schub durch ein bestimmtes Lebensmittel ausgelöst, bleib künftig deutlich unter dessen Fettgehalt. Die anderen gefährlichen Lebensmittel findest du in unserem Ratgeber Was dürfen Hunde nicht essen?

Muss ein Hund mit Pankreatitis abnehmen?

Wenn er übergewichtig ist, ja: Übergewicht gehört zu den Faktoren, die mit Pankreatitis verbunden sind. Der richtige Plan ist ein schrittweises Abnehmen mit fettarmem Futter, abgestimmt mit dem Tierarzt, bis er wieder seine Idealfigur hat: Die Rippen sollten sich ohne Druck ertasten lassen.

Keine radikalen Diäten auf eigene Faust: Ein Hund, der gar nicht mehr frisst, nimmt nicht gesund ab. Mehr über Fett und Übergewicht in unserem Artikel Fette und Übergewicht beim Hund.

Welche Rassen neigen zu Pankreatitis?

Manche Rassen mehr als andere, vor allem solche, die zu viel Fett im Blut haben.

  • Yorkshire Terrier: In einer amerikanischen Studie über Hunde, die an akuter Pankreatitis starben, gehörte er zu den Rassen mit dem höchsten Risiko.
  • Zwergschnauzer und Sheltie: Sie neigen zu Hyperlipidämie, einem der Risikofaktoren.
  • Labrador und Zwergpudel: In derselben Studie hatten sie ein geringeres Risiko als der Durchschnitt.

Auch Geschlecht und Vorgeschichte zählen: In dieser Studie hatten Rüden und kastrierte Hündinnen ein höheres Risiko, ebenso übergewichtige Hunde und Hunde mit anderen Erkrankungen wie Diabetes oder früheren Darmproblemen.

Und was hat Pappa Fresh damit zu tun?

Unser Rezept Schwein hat 2,4 g Fett pro 100 g: Laut den Laboranalysen unserer Rezepte ist es das magerste, mit 18 % der Kalorien aus Fett. Es ist ein Alleinfuttermittel mit echtem Fleisch als erster Zutat, Karotten, Reis und Apfel, gedämpft und im Beutel sterilisiert.

Es ist kein Diätfuttermittel. Hatte dein Hund einen Schub, frag deinen Tierarzt, ob es für ihn infrage kommt, wenn er wieder normal frisst. Unsere anderen Rezepte enthalten mehr Fett, 30 % bis 56 % der Kalorien.

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Häufige Fragen

Muss ein Hund mit Pankreatitis hungern?

Nicht tagelang. Während des Schubs entscheidet der Tierarzt, aber heute beginnt man früh wieder, sobald das Erbrechen unter Kontrolle ist, mit kleinen, fettarmen, leicht verdaulichen Mahlzeiten.

Kann ein Hund wieder gesund werden nach einer Pankreatitis?

Viele Hunde mit einer milden akuten Form erholen sich gut. Schwere Formen können gefährlich sein, und chronische Formen behandelt man langfristig mit fettarmem Futter und Kontrollen beim Tierarzt.

Sind Huhn und Reis gut bei Pankreatitis?

Gekochte Hühnerbrust ohne Haut und Reis, ungewürzt, sind fettarm und werden oft für einige Tage gegeben. Sie sind aber kein Alleinfuttermittel: Langfristig braucht es ein vollwertiges, fettarmes Futter, das du mit dem Tierarzt auswählst.

Wie viel Fett darf das Futter bei Pankreatitis haben?

Laut den Lehrbüchern gilt ein Futter als fettarm, wenn weniger als 20 % seiner Kalorien aus Fett stammen; eine andere Regel ist, das Fett gegenüber dem bisherigen Futter zu halbieren. Der Tierarzt sagt dir den richtigen Wert für deinen Hund.

Kann eine Pankreatitis wiederkommen?

Ja, vor allem wenn der Hund weiter fettes Essen bekommt oder übergewichtig bleibt. Deshalb zählen nach einem Schub das richtige Futter und keine fetten Reste.

Quellen

Redaktion Pappa Fresh

Geschrieben von der Redaktion von Pappa Fresh auf Grundlage veröffentlichter tiermedizinischer Studien (siehe Quellen). Ersetzt nicht den Rat deines Tierarztes.

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