Hundeernährung

Ernährung für alte Hunde: was sich ändert und was in den Napf gehört

Mit den Jahren bewegt sich der Hund weniger, frisst manchmal weniger, nimmt manchmal zu. Viele Regeln, die man immer wieder hört, etwa das Eiweiß zu kürzen, sind aber durch Studien nicht belegt. Hier steht, was sich wirklich ändert und was in seinen Napf gehört.

Kurz gesagt

Ein Hund gilt je nach Größe in unterschiedlichem Alter als Senior: kleine Hunde mit etwa 11-12 Jahren, Riesenrassen schon mit 7-8. Oft braucht er weniger Kalorien, weil er sich weniger bewegt, sehr alte Hunde nehmen dagegen eher ab: Maßstab ist sein Gewicht. Eiweiß sollte man einem gesunden Hund nicht kürzen: Mit dem Alter verliert er Muskeln und braucht hochwertiges Eiweiß; reduziert wird es nur bei einer diagnostizierten Nierenerkrankung. Immer Wasser, ein vollwertiges Futter, das sich leicht kauen lässt, und mindestens einmal im Jahr eine Kontrolle beim Tierarzt.

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Ab wann ist ein Hund ein Senior?

Das hängt von der Größe ab: Kleine Hunde leben länger und altern später. Nach einer Umfrage unter Tierärzten, die in den Lehrbüchern der klinischen Ernährung zitiert wird, gilt ein Hund etwa ab diesem Alter als Senior:

GrößeGewichtSenior ab etwa
Kleinbis 9 kg11-12 Jahren
Mittel9-23 kg10 Jahren
Groß23-41 kg9 Jahren
Riesigüber 41 kg7-8 Jahren

Das sind Richtwerte: Wie es dem Hund geht, zählt mehr als sein Geburtsdatum. In einer Studie, die in den Lehrbüchern zitiert wird, lebten mit 10 Jahren noch 38 % der kleinen Hunde, aber nur 13 % der großen.

Soll ein alter Hund weniger fressen?

Oft ja, aber nicht immer: Maßstab ist sein Gewicht. Mit dem Alter bewegen sich viele Hunde weniger und verlieren Muskeln, verbrennen also weniger Kalorien und nehmen zu, wenn sie weiter so viel fressen wie früher. Das gilt nicht für alle: Bei Border Collies, die weiter arbeiteten, sank der Bedarf mit dem Alter nicht. Und sehr alte Hunde nehmen oft eher ab und brauchen dann ein gehaltvolleres, schmackhafteres Futter.

Schlank bleiben lohnt sich: In einer Studie mit 48 Labradoren, die ihr ganzes Leben lang begleitet wurden, lebten die Hunde, die 25 % weniger Futter bekamen und schlank blieben, im Mittel 13 statt 11,2 Jahre, und Arthrose trat später auf.

In der Praxis: Wieg deinen Hund einmal im Monat und achte auf seine Figur (die Rippen sollten sich ohne Druck ertasten lassen). Nimmt er zu oder ab, pass die Portion an. In unserem Quiz ist das Alter eine der Angaben, mit denen wir die Portion berechnen.

Braucht ein alter Hund weniger Eiweiß?

Nein, wenn er gesund ist. Das ist einer der verbreitetsten Irrtümer, die Lehrbücher der Tierernährung sagen das Gegenteil: Mit dem Alter verliert der Hund Muskelmasse, und in einer Studie brauchten ältere Hunde bis zu 50 % mehr Eiweiß als junge, um ihre Reserven zu halten. Es gibt keinen Beleg dafür, dass weniger Eiweiß einem gesunden älteren Hund hilft, und eiweißreiches Futter hat bei gesunden Tieren keine Nierenerkrankungen ausgelöst.

Die Nieren des Hundes haben eine große Reserve: Bis zu 75 % des Nierengewebes können verloren gehen, bevor sich Anzeichen zeigen. Deshalb sucht man Nierenerkrankungen mit Blut- und Urinuntersuchungen, statt allen Hunden vorsorglich das Fleisch zu streichen.

Anders ist es bei einem Hund mit diagnostizierter Nierenerkrankung: Dann werden Phosphor und meist auch Eiweiß reduziert, mit einer Diät, die der Tierarzt festlegt.

Was sollte ein alter Hund fressen?

Ein Alleinfuttermittel mit hochwertigem Eiweiß und der richtigen Kalorienmenge für sein Gewicht. Konkret:

  • Hochwertiges Eiweiß: echtes Fleisch, leicht verdaulich, damit er keine Muskeln verliert.
  • Kalorien nach Maß: weniger, wenn er zum Zunehmen neigt, mehr, wenn er abnimmt.
  • Wenig Salz: Ein alter Hund braucht es nicht, und Herz- und Nierenerkrankungen werden mit dem Alter häufiger.
  • Etwas Ballaststoffe, wenn er zu Verstopfung neigt, die im Alter häufiger ist.
  • Futter, das sich leicht kauen lässt, wenn er Zahnprobleme hat, die häufigsten Beschwerden alter Hunde.
  • Immer frisches Wasser.

Für Gedächtnis und Orientierung gibt es Studien zu DHA, einer Omega-3-Fettsäure aus Fischöl, und zu MCT-Fetten, aber es sind wenige, und sie wurden teils von Futtermittelherstellern finanziert: Wirkt dein Hund etwas verwirrt, frag deinen Tierarzt.

Für einen gesunden alten Hund ist ein vollwertiges Nassfutter aus echtem Fleisch eine einfache Wahl: weich zu kauen, aromatisch, leicht verdaulich. Unsere Rezepte haben Fleisch als erste Zutat, 52 % bis 67 %.

Pappa Fresh Pferd

Für den älteren Hund

Unser Rezept Pferd

Pferdefleisch (60 %) mit Karotten, Kartoffeln, Apfel und Zucchini, dazu eine Vitamin-Mineral-Ergänzung: ein anderes Protein als die üblichen und wenig Fett, in einem weichen Nassfutter, das sich leicht kauen lässt. Kein Gefrierschrank nötig: Der geschlossene Beutel hält sich im Vorratsschrank.

Mein alter Hund frisst nicht: Was tun?

Zuerst herausfinden, warum. Die häufigsten Ursachen beim alten Hund:

  • Zähne: Zahnstein, entzündetes Zahnfleisch und abgebrochene Zähne machen das Kauen schmerzhaft, vor allem bei Trockenfutter.
  • Schwächerer Geruchs- und Geschmackssinn: Mit dem Alter riecht und schmeckt das Futter weniger, und der Hund hat weniger Lust darauf.
  • Schmerzen: Arthrose kann schon das Stehen am Napf mühsam machen.
  • Krankheiten: Nieren, Herz, Leber, Tumoren.
  • Veränderungen: der Verlust eines Gefährten, ein Umzug, ein neuer Mensch im Haus.

Hilfreich sind weiches, aromatisches Futter bei Zimmertemperatur, kleinere und häufigere Mahlzeiten und ein Napf an einem ruhigen, gut erreichbaren Platz. Nimmt er ab oder frisst er immer weniger, geh mit ihm zum Tierarzt. Weitere Tipps im Ratgeber zum Hund, der sein Trockenfutter nicht frisst.

Wie viel Wasser sollte ein alter Hund trinken?

Er sollte immer Wasser haben, weil er mit dem Alter weniger Durst spürt und leichter austrocknet. Auch Medikamente wie Entwässerungsmittel und Nieren, die den Urin schlechter konzentrieren, erhöhen das Risiko. Stell mehrere Näpfe auf, wechsle das Wasser oft und denk daran, dass auch Nassfutter Wasser liefert.

Trinkt er dagegen viel mehr als sonst, ist das kein gutes Zeichen: Dahinter können Nieren, Diabetes oder andere Hormonerkrankungen stecken, und das sollte untersucht werden. Lies, wie du Dehydration erkennst und vorbeugst.

Welche Krankheiten verändern die Ernährung eines alten Hundes?

Die, die mit dem Alter häufiger werden. In diesen Fällen legt der Tierarzt die Diät fest:

  • Nierenerkrankung: eine Diät mit weniger Phosphor und meist weniger Eiweiß.
  • Herzerkrankungen: Achtung beim Salz und beim Appetit, der oft nachlässt (lies unseren Ratgeber zu Herzerkrankungen beim Hund).
  • Arthrose: Am meisten hilft das richtige Gewicht.
  • Kognitive Dysfunktion: Laut den Lehrbüchern zeigten 28 % der Hunde mit 11-12 Jahren und 68 % der Hunde mit 15-16 Jahren Anzeichen davon.
  • Zahnerkrankungen: Sie brauchen eine Zahnreinigung beim Tierarzt und ein Futter, das er kauen kann.

Deshalb raten die Lehrbücher, schon ab 5 Jahren Nieren und Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren: Eine Blut- und Urinuntersuchung pro Jahr ist die beste Investition in seine Gesundheit.

Welche Rassen altern am frühesten?

Große Rassen und Riesenrassen: Bei ihnen beginnt das Seniorenalter schon mit 7-9 Jahren. Die Lehrbücher empfehlen, die Ernährung bei großen Rassen und Riesenrassen mit etwa 5 Jahren zu überprüfen, bei kleinen mit etwa 7.

Und was hat Pappa Fresh damit zu tun?

Für einen gesunden alten Hund sind unsere Rezepte ein vollwertiges, weiches Nassfutter: echtes Fleisch als erste Zutat (52 % bis 67 %, mit 10,6-12,9 g Eiweiß pro 100 g), nur ein tierisches Protein pro Rezept, Gemüse und eine Vitamin-Mineral-Ergänzung, ohne Konservierungsstoffe. Sie sind darauf ausgelegt, leicht verdaulich zu sein.

Pferd und Pute sind die Rezepte mit dem wenigsten Fett; Rind ist das energiereichste (136 kcal pro 100 g). Im Quiz gibst du Alter, Gewicht und Figur an, und wir berechnen die Portion.

Hat dein Hund eine Nieren- oder Herzerkrankung, halte dich an die Diät des Tierarztes: Unsere Rezepte sind keine Diätfuttermittel.

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Häufige Fragen

Ab wann ist ein Hund ein Senior?

Das hängt von der Größe ab: kleine Hunde mit etwa 11-12 Jahren, mittlere mit 10, große mit 9 und Riesenrassen mit 7-8. Wie es dem Hund geht, zählt aber mehr als sein Alter.

Braucht ein alter Hund Seniorfutter?

Nicht unbedingt. Wichtig ist, dass das Futter vollwertig ist, hochwertiges Eiweiß enthält und die Portion zu seinem Gewicht und seiner Aktivität passt.

Schadet Eiweiß den Nieren eines alten Hundes?

Bei einem gesunden Hund ist das nicht belegt. Eiweiß und Phosphor werden reduziert, wenn eine Nierenerkrankung diagnostiziert wurde, nach Anweisung des Tierarztes.

Darf ein alter Hund Nassfutter fressen?

Ja, solange es ein Alleinfuttermittel ist. Für Hunde mit Zahnproblemen ist es oft leichter zu kauen, und es liefert Wasser.

Wie oft am Tag sollte ein alter Hund fressen?

Zwei Mahlzeiten passen für die meisten Hunde. Frisst er wenig oder verdaut er schlecht, können drei oder vier kleinere Mahlzeiten helfen.

Quellen

Redaktion Pappa Fresh

Geschrieben von der Redaktion von Pappa Fresh auf Grundlage veröffentlichter tiermedizinischer Studien (siehe Quellen). Ersetzt nicht den Rat deines Tierarztes.

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